Hintergrund des Teilprojekts

Wo wird geplant?
Die Ortsumgehung Erndtebrück knüpft im Westen im Bereich Erndtebrück-Grünewald an die bestehende B62 an und endet östlich von Erndtebrück-Leimstruth, je nach Variante, an der vorhandenen B62/B480.

Was wird geplant?
Die Ortsumgehung Erndtebrück ist als Maßnahme des Vordringlichen Bedarfs im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen gelistet. Als Bauziel ist eine zwei- bzw. dreistreifige Straße (Regelquerschnitt RQ 11,5+) vorgesehen. Hinsichtlich der Linienführung werden sowohl südliche als auch nördliche Varianten untersucht.

Was ist bereits passiert?
Im Rahmen der Vorplanung wurde die Umweltverträglichkeitsstudie bereits gestartet. Dabei werden die von dem geplanten Vorhaben ausgehenden Umweltauswirkungen auf die verschiedenen Schutzgüter frühzeitig und umfassend ermittelt, beschrieben und bewertet. Der erste Arbeitskreistermin zur Festlegung des Untersuchungsraums und –rahmens hat stattgefunden. Da je nach Variante das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) „Rothaarkamm und Wiesentäler“ im Bereich des Benfetals gekreuzt wird, muss neben der Umweltverträglichkeitsstudie auch eine FFH-Verträglichkeitsprüfung erstellt werden.

Wie ist der aktuelle Stand?
Die Ausschreibung für die faunistischen Kartierungen läuft. Diese soll im Jahr 2022 durchgeführt werden. Die technische Variantenuntersuchung läuft parallel zur Umweltverträglichkeitsstudie. Insbesondere die Anschlusssituation im Westen an die bestehende B62 im Bereich Erndtebrück-Grünewald stellt unter Beachtung der technischen Richtlinien sowie der naturräumlichen Gegebenheiten eine besondere Herausforderung dar. Zudem wird für den gesamten Streckenzug eine Verkehrsuntersuchung erstellt.

Was sind die nächsten Schritte?
Die nächsten Schritte der Umweltverträglichkeitsstudie nach erfolgten faunistischen Kartierungen sind die Erstellung des Artenschutzbeitrag, die Ermittlung der Raumwiderstände und die sich daraus ergebenen relativ konfliktärmsten Korridore. Auf dieser Grundlage werden mehrere technische Varianten erstellt. Nach Abwägung und Auswahl der Vorzugsvariante und Erstellung der Unterlagen zur Voruntersuchung wird die Phase der Vorplanung abgeschlossen. Das Verfahren der Linienbestimmung schließt daran an.

Stand: Juni 2021